Etienne Boulanger

Foto Etienne BoulangerEtienne Boulanger starb am 1. Oktober 2008 in New York an einem Herzinfarkt.  

Wir trauern um unseren wunderbaren Freund und großartigen Kollegen.

Franz Höfner, Uwe Jonas, Martin Kaltwasser, Folke Köbberling, Harry Sachs, Matthias Schamp, Birgit Anna Schumacher

The Cracked House—August 2008

Volkspark Hasenheide (Nähe Eingang Hasenheide / „Neue Welt“)

Pressemitteilung / Lageplan

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Fotos: Birgit A. Schumacher

Personen allen Alters und unterschiedlicher ethnischer oder sozialer Herkunft nutzen den Volkspark Hasenheide – zum spazieren, passieren, joggen, Ballspielen, zum picknicken, erholen und flirten. Das Design des an der Grenze zu Kreuzberg gelegenen weitläufigen Parks wird diesen Aktivitäten gerecht: Man findet ein Netz von Wegen zwischen den großzügig angelegten Wiesen und Wäldchen, Bänke zum Verweilen, ein kleines Gehege mit heimischen Tierarten, Spiel- und Sportplätze. Doch der Park ist auch als einer der größten Drogenumschlagplätze in der Stadt bekannt. Die Aktivitäten dieses illegalen Handels sind mobil und passen sich der Parkumgebung immer wieder neu an, kein sichtbares Element weist auf sie hin.

Im Zentrum des Drogenareals errichtet Etienne Boulanger ein Monument: „The Cracked House“ ist den Akteuren in der Illegalität gewidmet und zugleich eine Hommage an die erstaunlich friedvolle Koexistenz der vielen und äußerst heterogenen Gruppierungen im Park.

„Ich suche bevorzugt die Konfrontation mit dem öffentlichen Raum, die es mir erlaubt, meine Arbeit in die soziale Sphäre einzuschreiben. Der Gebrauch von Aktivismustaktiken wie Infiltration, Störung, Entfremdung und Zerstreuung ist bei der Umsetzung meiner Interventionen unabdingbar. Die Aneignung oder Wiederaneignung eines Ortes gilt in der heutigen Gesellschaft als aussagekräftige

Geste, was dazu führt, dass meine Arbeit oft am Rande der Legalität angesiedelt ist. Dabei fordert sie nichts ein, sie ist nicht militant, sondern vor allen Dingen das Resultat meiner individuellenStellungnahme.” Etienne Boulanger