Teilnehmende Künstler/innen

Etienne Boulanger (Nancy/F)

www.etienneboulanger.com

“Ich suche bevorzugt die Konfrontation mit dem öffentlichen Raum, die es mir erlaubt, meine Arbeit in die soziale Sphäre einzuschreiben. (…) Der Gebrauch von Aktivismustaktiken wie Infiltration, Störung, Entfremdung und Zerstreuung ist bei der Umsetzung meiner Interventionen unabdingbar. Die Aneignung oder Wiederaneignung eines Ortes gilt in der heutigen Gesellschaft als aussagekräftige Geste, was dazu führt, dass meine Arbeit oft am Rande der Legalität angesiedelt ist. Dabei fordert sie nichts ein, sie ist nicht militant, sondern vor allen Dingen das Resultat einer individuellen Stellungnahme des Künstlers in einer ständig wechselnden Umgebung, an die er sich stets anpassen muss.”

Etienne Boulanger

Nomadentum, die Anpassungsfähigkeit des Individuums und die rasanten Umbrüche in der Gesellschaft beschäftigen Etienne Boulanger. Mit seinen Interventionen leistet er eine Art Widerstand, der mit den Waffen der Flexibilität und Diskretion operiert. Seine Arbeit ist eine Form der sozialen Kunst, die ohne jegliche moralische Bewertung auskommt.

Franz Höfner & Harry Sachs (Berlin/D)

www.skulpturenpark.org

Höfner & Sachs spielen in ihren Arbeiten mit gesellschaftlichen und architektonischen Versatzstücken. Dabei verbinden sie soziologische Forschungen über die Mikrostrukturen des Alltags mit einem ästhetischen Konzept, in dem das Authentische und das Klischee, das Wahre und der Fake oft nicht mehr zu unterscheiden sind. Das Berliner Künstler-Duo, das seit 1998 zusammenarbeitet, machte mit großformatigen, ungewohnten und ironischen Rauminstallationen und Videoarbeiten auf sich aufmerksam. In ihren ortspezifischen Arbeiten reagieren sie auf humorvolle und kritische Weise auf die sozialen und kulturellen Widersprüche der Umgebung.

Folke Köbberling & Martin Kaltwasser (Berlin/D)

Folke Köbberling: www.folkekoebberling.de

Martin Kaltwasser: www.superbuero.de

Köbberling & Kaltwasser entwickeln Interventionsmodelle für den urbanen Raum, indem sie vorhandene Strukturen umnutzen und so den gewohnten Umgang mit städtischer Architektur in Frage stellen. Konzepte von gemeinschaftlichem Zusammenleben werden dabei ebenso befragt wie kapitalistisch bestimmte städtische Strukturen des Wohnens und Arbeitens.

Matthias Schamp (Bochum/D)

www.der-schamp.de

Matthias Schamp versteht sich als Hinweisgeber: Er inszeniert den Blick auf die uns umgebende Welt, um damit Brüche in unserer Wahrnehmung hervorzurufen – im Altvertrauten blitzt plötzlich das Ungeahnte auf. Die Denkräume, in die Matthias Schamp mit seinen Arbeiten verweist, haben nur noch wenig gemein mit den üblichen: Es sind Denkräume, die darüber hinausreichen. In seine Aktionen bezieht er meist das Publikum mit ein, leitende Fragen dabei sind: Wie lassen sich ungewöhnliche Formen künstlerischer Praxis im öffentlichen Raum denken und verwirklichen? Welche Formen der Kommunikation mit einem „spontanen“ Publikum – ausgehend von den Formaten der zeitgenössischen Kunst – sind möglich?

Schumacher & Jonas (Berlin/D)

www.schumacher-jonas.de

Schumacher & Jonas verfolgen einen konzeptuellen, kontextorientierten Ansatz mit dem Fokus auf gesellschaftliche Transformationsphänomene. Ihre Arbeiten im öffentlichen Stadtraum reflektieren den Wandel dieses Raumes, ihre künstlerische Vorgehensweise unternimmt dabei zumeist eine Gratwanderung zwischen Fiktion und Realität, politischem Statement und poetischer Imagination.